Idee

Die Gründungsidee muß zum Gründer passen - Videopodcast. Hinweise zur Gründung im sozialen Sektor.

Nutzen Sie im Rahmen Ihres "Kreativitätsmanagements" bewährte Methoden der "Kreativitätsfindung":

"Kreativitätstechniken werden eingesetzt, um Blockaden beim Denken generell, der Ideengenerie­rung und dem Problemlösen speziell zu überwinden. K. sind Denkwerkzeuge. Sie funktionieren na­hezu identisch. Sie lassen das Denken, die Ideensuche, die Suche nach Problemlösungen etc. chao­tisch – und somit kreativ – ablaufen.

Es gibt im Wesentlichen drei Gruppen von Techniken, nämlich die Assozia­tionstechniken, die Bildtechniken und die Techniken zur systematischen Ideensuche.

Zu den Assoziationstechniken zählen insbes. das Brainstorming, das Brainwriting, und das Mind Mapping.

Brainstorming bezeichnet die Ideenfindung in Gruppen. Ausgehend von einer be­stimmten Fragestellung wird eine assoziative/nicht gewertete Sammlung von möglichst vielen spontanen Äußerungen durchgeführt. Die Teilnehmer werden aufgefordert spontan ihre Gedan­ken zu äußern. Die Äußerungen werden nicht kommentiert, es findet keine Diskussion/Kritik während des Brainstormings statt.

Bei der Methodik des Brainwritings handelt es sich um eine Modifikation des Brainstormings. Die gegenseitige Stimulation innerhalb der Gruppe wird nicht über das Sprechen und Hören der Begriffe erreicht, sondern über Schrift. Die Teilnehmer schreiben ihre Assoziationen selbst auf (einen großen Bogen) Papier. Jeder Teilnehmer erhält ein Blatt Papier mit drei Spalten und sechs Reihen = 18 Kästchen. Ausgehend von der Fragestellung schreibt jeder Teilnehmer in die erste Reihe pro Kästchen eine Idee. Jeder Teilnehmer reicht das Blatt weiter. Der Vorgang wird fünf Mal wiederholt (6-3-5-Methode: 6 Personen haben 3 Ideen 5 Minuten).

Mind Mapping ist eine besonders gehirngerechte Technik, die in den 1970er Jahren von Tony Buzan auf der Grundlage von gehirnphysiologischen Erkenntnissen entwickelt wurde. Das Ergebnis des Mind Mappings, die Mind Map, kann ins Deutsche übersetzt auch als Gedan­kenkarte bezeichnet werden. Das Vorgehen: Die Teilnehmer legen eine Gedankenkarte an, in dem sie das zentrale Thema in der Mitte notieren, bspw. ‚Marketinginstrumente'. Von hier aus ver­zweigen sie nun ihre Gedanken, z.B. in dem sie die Marketinginstrumente als Hauptzweige notie­ren. Weitere Assoziationen folgen als Unterzweige. Assoziationen werden so aufs Papier gebracht und regen zu neuen Assoziationen an. Den Verzweigungen werden jeweils weitere Stichworte zu­geordnet (Substantive, Adjektive, Verben).

Bild- und Analogietechniken sind insbes. die Methoden der Visualisierung, der Reiz­worttechnik und der Intuition.

Die Systematische Ideensuche wird mittels der morphologischen Matrix, der Osborn Me­thode und der Methode „Die 6 Hüte" betrieben. Die systematische Ideensuche gelingt ebenfalls mit Marktforschung/Benchmarking (Vergleich mit den besten Unternehmen einer Branche).

Die meisten Methoden lassen sich kombinieren. Sie werden im Rahmen des Kreativmanagements eingesetzt.

Kreativitätsmanagement meint die zielgerichtete Gestaltung, Steuerung und Entwicklung von Maß­nahmen, um neue und unübliche Kombinationen für bestehende und neue Aufgabenstellungen zu finden. Kreativität stammt aus dem Lateinischen und bedeutet ‚Schöpfung‘. Beim K. sind sowohl aufbauorganisatorische als auch ablauforganisatorische Aspekte relevant.

In vielen Unternehmen wird im Rahmen des K. aufbauorganisatorisch ein Betriebliches Vorschlags­wesen (BVW, heute häufig als Ideenmanagement bezeichnet), ein Kontinuierlicher Verbesserungs­prozess (KVP) bzw. Kleingruppen wie Quality Circles, Lernzirkel etc. eingerichtet. Diese unterstüt­zen das Management bei seinem Bemühen um Steigerung der Effektivität und Effizienz. Sie führen (auch in kleinen Schritten) zu permanenten Innovationen und stärken die Motivation und Entwick­lung der Mitarbeiter sowie ihre Identifikation mit der Organisation. Im Rahmen entsprechender Veranstaltungen generieren die Mitarbeiter Ideen und reichen ggf. Verbesserungsvorschläge ein, die teilweise über den Rahmen des eigenen betrieblichen Aufgaben- und Verantwortungsbereichs hin­ausgehen und nach Möglichkeit auch prämiert werden.

Professionelles K. findet ablauforganisatorisch in der Form eines Prozesses statt. Am Anfang steht eine Situationsanalyse, also eine gedankliche Auseinandersetzung mit dem Ist (insbes. dem Umfeld) und der Aufgabenstellung. Probleme werden wahrgenommen und Informationen aus internen und externen Quellen gesammelt. Dann werden unter Zuhilfenahme professioneller Kreativitätstechni­ken Ideen zur Bewältigung der Aufgabenstellung generiert. Diese müssen nachfolgend bewertet wer­den, hier bietet sich bspw. die Durchführung einer Nutzwertanalyse an. Im nächsten Schritt wird ei­ne Entscheidung getroffen. Es findet eine Konzeptentwicklung (Soll) statt und ggf. wird bezüglich der Lösung der Aufgabenstellung eine Pilotphase durchgeführt. In einem nachfolgenden Audit wird eine Erfolgs- und Maßnahmenkontrolle durchgeführt."

Quelle: Heister, W. in: Maelicke - Lexikon der Sozialwirtschaft