Glossar BWL/Management

Begriff                                          

Bedeutung                                                                                                    

Betriebswirtschaftslehre

Gegenstand & Erkenntnisobjekt der Betriebswirtschaftslehre ist das Wirtschaften in und von Betrieben

Wirtschaften

Wirtschaften = Entscheidung über knappe Ressourcen angesichts unendlicher Bedürfnisse

Effektivität, effektiv

Zielorientiert wirtschaften = die richtigen Dinge tun

Effizienz, effizient

Handlungsorientiert  wirtschaften = die Dinge richtig tun

Management

Zielgerichtete Gestaltung, Steuerung und Entwicklung eines Unternehmens

Managementprozess

Standardisierter Ablauf zur Erledigung von Managementaufgaben:
Zielformulierung - Situationsanalyse - Planung - Entscheidung - Umsetzung - Kontrolle

Top Management

Oberste Leitung - z.B. Präsident

Middle Management

Mittlere Leitung - z.B. Abteilungs-/Referatsleiter

Lower Management

Untere Leitung - z.B. Sachgebiets-/Gruppenleiter)

Controlling

Steuerung = Planung, Informationsversorgung und Kontrolle

Operativ

Operativ = kurzfristig (weniger als 1 Jahr), das Tagesgeschäft betreffend, Umsetzung

Taktisch

Taktisch = mittelfristig (1 bis 3 oder 5 Jahre, weniger detailliert

Strategisch

Strategisch = langfristig (länger als 3 oder 5 Jahre), auf lange Frist, grundlegend

Quantitativ

mengenmäßig, auf Mengen beruhend

Qualitativ

wertmäßig, auf Güte, Beschaffenheit, Eignung etc. beruhend

Wirtschaftswissenschaften

Die Wirtschaftswissenschaften (Volkswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftslehre) beschäftigen sich mit dem Wirtschaften von Menschen

Volkswirtschaftslehre

Die Volkswirtschaftslehre beschäftigt sich mit dem Wirtschaften aus Sicht der Gesamtwirtschaft.

Betriebswirtschaftslehre

Die Betriebswirtschaftslehre befasst sich mit dem Wirtschaften in einzelnen Betrieben

Betriebswirtschaftslehre als Wissenschaft

Die Betriebswirtschaftslehre als Wissenschaft ist in die allgemeine Betriebswirtschaftslehre und die speziellen Betriebswirtschaftslehren zu unterscheiden

Betriebswirtschaftslehre, allgemeine (ABWL)

Die ABWL behandelt die Bereiche, die für alle Betriebe Geltung haben

Betriebswirtschaftslehre, spezielle

Die speziellen Betriebswirtschaftslehre behandelt einzelne Teilbereiche: Institutionen/Wirtschaftszweige, Funktionen, Methoden.

Funktionenlehren

Die Funktionenlehren beschäftigen sich mit Gruppen von Vorgängen innerhalb der Betriebe, z.B. Beschaffung, Produktion etc.

Wirtschaftszweiglehren

Die Wirtschaftszweiglehren beschäftigen sich mit besonderen Aspekten eines Wirtschaftszweiges, z.B. Chemie, andere verarbeitende Industrie, Handel, Banken, Versicherungen.

Methodenlehren

Die Methodenlehren beschäftigen sich mit besonderen Methoden zur Lösung betriebswirtschaftlicher Probleme, z.B. statistische Methoden, quantitative Methoden (z.B. Operations Research, Spieltheorie, Motivationstheorien),  etc.

Haushalte

Wirtschaftseinheiten, die Güter zur Deckung eigener Bedarfe Güter konsumieren.

- Private Haushalte

- Öffentliche Haushalte

Betriebe

Wirtschaftseinheiten, in denen Güter zur Deckung fremder Bedarfe produziert und abgesetzt werden

-Öffentliche Betriebe

-Private Betriebe / Unternehmen

Nonprofit-Organisationen (NPOs)

„Als NPO im engeren Sinn werden Organisationen bezeichnet, die einen institutionellen Rahmen besitzen, sich in privater Trägerschaft befinden, selbstbestimmt handeln, keine Gewinnausschüttungen vornehmen und ein freiwilliges Engagement aufweisen.“

http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/npo-management.html

Gemeinnützigkeit

Ein Unternehmen, eine Organisation ist gemeinnützig, wenn sie darauf abzielt, das Gemeinwohl zu fördern.

Die Anerkennung als gemeinnützig erteilt das Finanzamt auf Antrag („Freistellungsbescheid“; rückwirkend) - § 52 Abgabenordnung (AO).

„Eine Körperschaft verfolgt gemeinnützige Zwecke, wenn ihre Tätigkeit darauf gerichtet ist, die Allgemeinheit auf materiellem, geistigem oder sittlichem Gebiet selbstlos zu fördern.“

Gefördert werden unter anderem Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur sowie der Sport

KMU

KMU = „Die Größenklasse der Kleinstunternehmen sowie der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) setzt sich aus Unternehmen zusammen, die weniger als 250 Personen beschäftigen und die entweder einen Jahresumsatz von höchstens 50 Mio. EUR erzielen oder deren Jahresbilanzsumme sich auf höchstens 43 Mio. EUR beläuft.“
Quelle: http://ec.europa.eu/enterprise/policies/sme/facts-figures-analysis/sme-definition/index_en.htm

Güter

Mittel, die der Bedürfnisbefriedigung dienen.

materielle Güter = Produkte, Sachgüter, Sachleistungen, Waren

immaterielle Güter = Dienstleistungen (z. B. Haarschnitt) und ideelle Güter (z. B. Patente)

Realgüter

Gut, das einen originären Wert an und für sich hat, z.B. Sachleistungen, materiell oder immateriell

Nominalgüter

Gut, das einen zugeschrieben Wert hat, z.B. Geld

Inputgüter

Güter, die in den Leistungsprozess einfließen

Outputgüter

Güter, die aus dem Leistungsprozess herausfließen

Gebrauchsgüter

Güter, die mehr als einmalig genutzt werden können, z.B. Anlagegüter wie technische Medizinapparate

Verbrauchsgüter

Güter, die nur einmalig genutzt werden können können und dann verbraucht sind, z.B. auch Geld

Investitionsgüter

Güter die zur Erstellung und Weiterverarbeitung von Gütern angeschafft werden - auch insbesondere als Betriebsmittel bezeichnet.

Konsumgüter

Güter, die für den privaten Gebrauch oder privaten Verbrauch produziert werden

Eigenleistungen

Leistungen eines Unternehmens, die nicht an Dritte verkauft werden, sondern im eigenen Unternehmen genutzt werden - own work capitalized = OWC

Erzeugnisse

Outputgüter, die im Unternehmen erzeugt werden

Waren

Güter, die weiterverkauft werden, z.B. im Autohandel „Fußmatten“